Feinkost liegt in unserer DNA!
Seit 1814.
Gegründet in Hamburg. Ehemaliger Kaiserlich-Königlicher Hoflieferant. Familiengeführt seit über zwei Jahrhunderten.
212 Jahre Rezepturen. Jedes Produkt ein Ergebnis.
Rund 1.200 eigene Artikel — entwickelt mit Rezepturen, die dieses Haus seit über zwei Jahrhunderten aufschreibt und verfeinert. Das Wissen dahinter ist das Produkt.
Wir verstehen, was Menschen wollen.
Michelsen war Hoflieferant von Kaiser Wilhelm II. Tiptree und REIDS sind selbst Hoflieferanten der britischen Krone. Dass sie ihre Marken in Deutschland und Österreich ausschließlich über uns führen, ist kein Zufall — es ist gegenseitiges Vertrauen unter Häusern mit derselben Haltung.
Hanseatisch offen.
Unser Team: Menschen aus vielen Ländern, manche seit über 40 Jahren dabei, manche gerade erst angefangen. Offen, wie Hamburg es ist. Das ist keine Haltung für die Außenwirkung — das ist unser Alltag.
Wie entsteht eine Feinkost-DNA über 212 Jahre?
Nicht durch Marketing. Durch Haltung — durch jede Entscheidung, die das Haus in über zwei Jahrhunderten getroffen hat.
Hamburg, 1814.
Acht Jahre Besatzung vorbei.
Seit 1806 hatten französische Truppen Hamburg besetzt. Der Handel mit Großbritannien war verboten — Hamburgs wichtigster Partner. Hunderte Firmen gingen bankrott. Im Winter 1813 wurden Teile der Bevölkerung bei Eiseskälte aus der Stadt getrieben, über tausend Menschen starben. Am 30. Mai 1814 zogen die Franzosen endlich ab. Am 1. Oktober 1814 gründete Christian Friedrich Michelsen eine Mehlhandlung. Kein Luxusprodukt — Mehl. Das Grundlegendste, was eine Stadt braucht, um wieder anzufangen. Aus diesem Anfang entstand L.W.C. Michelsen.
Niedergebrannt.
Neu gebaut. Besser.
79 Stunden wüteten die Flammen. Über 1.700 Häuser brannten nieder, 20.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Das Michelsen-Geschäft brannte nieder. Hamburg wurde danach neu geplant — breitere Straßen, moderne Infrastruktur, ein anderes Stadtbild. Ludwig Wilhelm Christian Michelsen, Enkel des Gründers, baute das Haus bis 1848 an selber Stelle wieder auf. Unter seinem Namen wurde aus dem Lebensmittelhandel ein renommiertes Delikatessengeschäft. Die Initialen L.W.C. kommen von ihm — dem Mann, der Michelsen nach der Katastrophe neu erfunden hat. Im dritten Stock wohnten die Eigentümer selbst. Direkt über dem Kontor. Immer erreichbar. Immer im Dienst.
„Mit einer Gurke
hat alles begonnen."
Johannes Carl Peters, geboren 1866, kam aus Danzig, machte seine Lehre als Lebensmittelkaufmann und zog nach Hamburg — um Kompagnon von Wilhelm Christian Michelsen zu werden. Als Michelsen starb, kaufte Peters das Geschäft 1899 von dessen Tochter. Er war 32 Jahre alt. 10.000 Goldmark. Ein fremdes Geschäft in einer fremden Stadt. Was folgte, war kaufmännisches Genie: Eines Morgens auf dem Gemüsemarkt entdeckte er im Winter einen Händler mit frischen grünen Gurken. Eine Sensation zu dieser Zeit. Peters kaufte die gesamte Ernte auf — und rief noch am selben Morgen bei Rollenhagen in Berlin, Dallmayr in München und Böhm in Stuttgart an. Natürlich wollten sie. Michelsens Großhandel nahm einen schwungvollen Aufstieg.
Kaiserlich-Königlicher
Hoflieferant
Am 12. Januar 1912 unterzeichnete das Oberhofmarschall-Amt in Berlin die Ernennung: Johannes Peters, Inhaber der Firma L.W.C. Michelsen, Große Bleichen 10, Hamburg, erhält das Prädikat eines Königlichen Hoflieferanten. Nicht nur des Kaisers — auch die Könige von Sachsen und Württemberg sowie die Großherzöge von Baden und Mecklenburg verliehen Michelsen diesen Titel. Kein Marketingpreis, kein Wettbewerb. Mehrere Dekrete — ausgelöst durch die Qualität eines Hauses. Diese Auszeichnung macht uns auch heute noch stolz.
Kaufmann im
eigenen Haus.
1910 kaufte Johannes Peters das Geschäftshaus Große Bleichen 10 von der Familie Michelsen. Drei Jahre später steht der Titel über der Tür — für alle sichtbar. Michelsen hatte zwei Adressen — beide in der ersten Reihe der Hansestadt. Und einen Namen, der in Hamburg etwas bedeutete.
Alfred und
Johannes Peters
1927 übernahmen die Brüder Alfred und Johannes Peters gemeinsam die Leitung. Deutschland steckte in der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. 1934 feierte Michelsen 120 Jahre — mit einem neuen Prachtgeschäft am Jungfernstieg, hochwertigst ausgestattet. Während andere zögerten, investierte Michelsen. Wer an das glaubt was er tut, wartet nicht auf bessere Zeiten.
Diese Jahre gehören zur Geschichte — ehrlich, ohne Beschönigung.
Die beiden Weltkriege waren das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Deutschland hat dieses Leid verursacht — und die Welt hat es bezahlt. Für Michelsen bedeutete das: eine Firma, die weiterexistiert, während außen alles zerfiel. Was das Haus in dieser Zeit wirklich durchgemacht hat, lässt sich heute nur ahnen. Es war kein Heldenstück. Es war das Bestehen durch Zeiten, die niemand hätte wählen wollen — und die uns bis heute daran erinnern, dass eine lange Geschichte auch Dunkelheit trägt.
Der Bombenhagel trifft beide Häuser.
Im Juli 1943 zerstörten alliierte Bombenangriffe weite Teile Hamburgs. Das Haus Jungfernstieg 41/42 fiel vollständig dem Feuer zum Opfer. Mitarbeiter kamen ums Leben. Das Haus Große Bleichen wurde ebenfalls getroffen. Diese Verluste gehören zur Geschichte von Michelsen — ehrlich und ohne Beschönigung.
Neustart. Glanzzeit.
High Society.
Nach dem Krieg kehrte Michelsen in die Großen Bleichen zurück. In den 1950er Jahren erlebte der Laden einen wahren Aufschwung — Stars wie Hildegard Knef, Curd Jürgens, Hans Albers, Heidi Kabel und Heinz Erhardt zählten zu den Stammkunden. Der Laden wurde zum Treffpunkt der Hamburger High Society. Michelsen war der Inbegriff hanseatischer Eleganz.
Tradition und
Innovation
1962 führte die neue Filiale in Hamburg-Othmarschen das damals revolutionäre Selbstbedienungskonzept ein. Für eine traditionsreiche Feinkostadresse war das ein mutiger Schritt — und ein richtiger. Michelsen zeigte, dass Anspruch und Modernität kein Widerspruch sind. Die eigenen Wurzeln blieben vollständig erhalten. Tradition muss sich nicht gegen Innovation behaupten. Sie kann sie tragen.
Neue Produkte.
Neue Märkte.
Ab 1967 dachte Michelsen in Produkten, in Geschichten, in Verpackungen. Die Früchte in Alkohol. Der Rumkandis. Das Schnapsbaby. Dallas Oil — in Kooperation mit der TV-Serie die ganz Deutschland in den Bann zog. Es kam immer etwas Neues. Immer neue Linien, neue Ideen, neue Formen. Das Gespür für den Zeitgeist — kombiniert mit Michelsens Qualitätsanspruch. Viele dieser Produkte existieren bis heute. Das Vertriebsnetz wuchs — Export, internationale Märkte, neue Strukturen. Mit der Grillbar und dem Gourmet-Imbiss „TREFF" eröffnete Michelsen neue Erlebnisformate. 1988 zog Michelsen auf das ehemalige Edeka-Gelände in Billbrook. Am 21. Mai 1995 zerstörte ein Brand das Stammhaus an den Großen Bleichen. Ein Jahr später: neuer Hauptsitz in Hammerbrook. Die Straße heißt seitdem Michelsenweg.
Die nächste
Generation übernimmt
Jan Erik und Malte Peters treten gemeinsam in die Unternehmensführung ein. Eine neue Generation, ein neuer Blick — auf Strukturen, auf Produkte, auf das, was Michelsen sein könnte.
Das Fundament
wird neu gebaut
2013 bringt Jan Erik Peters neue Strukturen ein: Prozesse, Maschinen, IT, Onlineshop — und die Zertifizierungen Bio und FSSC 22000. Qualität messbar machen, Abläufe sichern, das Team stärken. Michelsen wächst — nach innen wie nach außen.
Neuer Kurs.
Volle Kraft.
Jan Erik Peters übernimmt die alleinige Leitung — und nutzt den Moment. Neues Vertriebsteam, neue Strategie, BI-Systeme, Export, Private Label, internationale Partner. Verwurzelt seit 1814 — und bereit wie nie.
Feinkost liegt in unserer DNA — seit 1814. Jan Erik Peters · Geschäftsführer, 7. Generation
212 Jahre Feinkost-DNA —
das ist unser Argument.
Hamburg. Seit 212 Jahren.
Familiengeführt, unabhängig. Mitarbeiter aus vielen Ländern, manche seit über 40 Jahren dabei. Das ist kein Versprechen — das ist gelebter Alltag in der Manufaktur.
Ausgezeichnet von Kaiser Wilhelm II.
Persönlich, 1912, wegen des Kaviars. Kein Marketingpreis — ein kaiserliches Dekret. Diese Auszeichnung macht uns auch heute noch stolz.
Tiptree, REIDS & Windsor Castle Tea
Drei britische Traditionsmarken — ausschließlich bei Michelsen in Deutschland und Österreich. Hoflieferanten unter sich.
Häuser mit Haltung.
In Wien. In London. In Hamburg. Häuser die keine Produkte verkaufen — sondern eine Überzeugung. Wer diese Haltung teilt, findet seinen Partner in L.W.C. Michelsen.