Kastanienhonig – kräftig, herb, würzig.
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Alles über Kastanienhonig
Warum schmeckt er so kräftig-herb?
Kastanienhonig gehört zu den intensivsten und würzigsten Sortenhonigen überhaupt – kräftig, malzig, mit einer leicht bitteren Note, die bei kaum einer anderen Honigsorte vorkommt. Diese Bitternote stammt aus den Gerbstoffen der Edelkastanienblüte (Castanea sativa) und macht ihn zu einem Charakterhonig für Genießer, die es gerne würzig mögen.
Warum bleibt er trotz kräftiger Farbe so lange flüssig?
Wer bei einem so dunklen, intensiven Honig eine feste Konsistenz erwartet, wird überrascht: Kastanienhonig hat einen besonders hohen Fruchtzuckeranteil und kristallisiert deshalb nur sehr langsam. Er bleibt oft über viele Monate dünnflüssig.
Woher stammt Kastanienhonig?
Die Hauptanbaugebiete liegen in Süd- und Mitteleuropa, vor allem in Italien, wo die Edelkastanie traditionell verbreitet ist. Die Bäume blühen im Frühsommer, meist zwischen Juni und Juli, wenige Wochen nach den ersten Sortenhonigen des Jahres.
Reich an Mineralstoffen
Kastanienhonig zählt zu den mineralstoffreichsten Honigsorten – mit messbar höheren Werten an Kalium und Eisen als die meisten helleren Blütenhonige. Das hängt mit der besonderen Zusammensetzung des Kastaniennektars zusammen.
Wofür eignet er sich am besten?
Sein kräftiger Charakter verträgt sich gut mit Gegenspielern: auf dunklem Brot, zu reifem Käse oder als Glasur für Fleisch und Wurzelgemüse, wo seine malzig-herbe Note für Tiefe sorgt.